Donnerstag, 19. November 2009

Wie Corinna und ich zu Volxheldinnen wurden...



Wir erinnern uns: Alles begann mit den Worten unserer Tutors: "Wir gehen heute auf ne Demo." Ich war an diesem denkwürdigen Donnerstag vor vier Wochen in der Ubahn angerempelt worden und in meinen Mörder-High-Heels bin ich natürlich ganz blöd umgeknickt,so dass ich mir den knöchel verstaucht habe. Bei einer Demo ist Laufen ja ganz essentiell und ich hab im kalten Oktoberwetter kurzerhand meine Schuhe ausgezogen und bin Barfuß mitgetappt. Ich wurde gefilmt und fotografiert- auf dem besten Weg zur Galliosnfigur der Bewegung. Allerdings sah ich damals noch gar nicht wie eine "Bewegung" aus sondern eher wie ein Haufen Studenten.

Es ging fröhlich weiter, eine Bewgung entstand und die Volxküche kam mir besonders gegen Ende des Monats sehr zu Gute: Freies Essen :)!
Außerdem hat es sich eingebürgert, da die Studenten ja auch gegen Kapitalismus demonstrieren, dass ich lieber Kaffee in der Volxküche schlürfe, als beim Mäcki zur frühstücken. So auch heute nach dem Tutorium. Corinna, total im Freudentaumel über ihre Rammsteinkarten (kommen am Samstag nach Wien) und ich müssen feststellen, dass wir beide pleite sind und uns nicht einmal eine Apfeltasche beim Mäcki leisten können. Unser Apres-Tutorium-Ritual ist aber noch einen Snack zu essen, also, ab in die Volxküche.
Es kam so, ich bin nichtshanend Tee kochen gegangen, während Corinna von einem sehr engagierten Mitarbeiter angesprochen würde, ob wir nicht beim Brötchen schmieren helfen wollen.Klar, sagt sie und schwubs stehen wir hinter dem Tresen und schneiden Brötchen, um diese dann Vegan und Vegetarisch bestreichen (Veganischer Brotaufstrich sieht übrigens immer gleich aus: Wie Leberwurst.)
Das Audimax besetzen ist sehr sehr anstrengend, deswegen kamen sogleich viele Studenten, um sich mit unseren mit viel Liebe gemachten Brötchen zu stärken. Während ich vor lauter Dankbarkeit von Seiten der Studenten schon tränen in den Augen hatte, freute sich Corinna weiter über ihre Glück: "Für Rammstein würde ich stundenlang Brötchen schmieren!" Jedenfalls habe ich ehute eins gelernt: Anderen eine Freude machen muss gar nicht anstrengend sein und man verpasst deswegen auch nicht seinen Bus.

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